NRW-Minister: Summen aus Steuerabkommen «bewusste Irreführung» Gespräch: Frank Christiansen, dpa Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe OnlineDüsseldorf (dpa) – Die nordrhein-westfälische Landesregierung stuft die angeblich zu erwartenden Milliardensummen aus dem geplanten Steuerabkommen mit der Schweiz als «bewusste Irreführung» ein. Die von der CDU und ihrem NRW-Spitzenkandidaten Norbert Röttgen genannten zwei Milliarden Euro, die das Abkommen dem Fiskus des Bundeslandes angeblich sofort bringen werde, seien ein «aufgeblasener Lockvogel», sagte Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.«Aus sehr großen Schlupflöchern sind zwar kleine gemacht geworden», meinte Walter-Borjans. «Sie sind aber immer noch groß genug, um hindurchzuschlüpfen und das Geld in Sicherheit zu bringen.» Mit dem von der schwarz-gelben Bundesregierung ausgehandelten Abkommen werde lediglich jenes Geld nachträglich besteuert, das im kommenden Jahr in der Schweiz auf Konten deutscher Steuerflüchtlinge noch vorhanden sei. Die Betroffenen hätten also ausreichend Zeit, das Geld beiseite zu schaffen.Dabei sei von bis zu 180 Milliarden Euro auszugehen, sagte der NRW-Minister. «Die Berechnungen, die darauf basieren, dass dieses Geld nächstes Jahr zum größten Teil dort noch vorhanden sein wird, sind mehr als blauäugig
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